Dienstag, 13. Mai 2008

Helfen leicht gemacht

Eine gute Idee hatte der Deutsche Tierschutzbund mit seiner Spendenhotline - unter der folgenden Nummer kann man pro Anruf (aus dem deutschen Festnetz der Telekom) automatisch 5 Euro spenden:


09001 22 66 88
weitere Infos:


Montag, 5. Mai 2008

Rüdiger Nehbergs "Goldenes Buch" - gegen die Genitalverstümmelung an Frauen


2006 hatte Target, die Menschenrechtsorganisation des ehemaligen Survival-Abenteurers Rüdiger Nehberg eine Gelehrten-Konferenz an der Azhar Universität in Kairo initiieren können – zum Thema Genitalverstümmlung bei Mädchen und Frauen – und der Haltung des Islam zu dieser blutigen Tradition. Am Ende der Konferenz waren sich Islam-Gelehrte und Wissenschaftler einig, dass „weibliche Genitalverstümmelung gegen die höchsten Werte des Islam verstößt, und deshalb ein strafbares Verbrechen ist.“ Täglich werden 8000 Mädchen genital verstümmelt, in einigen Ländern Nordafrikas sind bis zu 99% aller Frauen betroffen. Die Schwere des Eingriffs variiert und reicht vom Entfernen der Klitoris-Vorhaut bis zum Vernähen der Scheidenöffnung, was zu unvorstellbarem, oft lebenslangem, körperlichem sowie seelischem Leiden bei den Opfern führt. Das klare Ergebnis der Konferenz von 2006 ist nun von Target und dem ägyptischen Religionsministerium im „Goldenen Buch“ herausgegeben worden. Das viersprachige Pamphlet (Arabisch, Englisch, Französisch und Deutsch) mit Stellungnahmen maßgeblicher Teilnehmer der Konferenz gegen die Verstümmelung wird (bereits 90.000 Moscheen haben es bereits erahalten) und soll weiterhin in Moscheen verteilt werden, um in der Bevölkerung das Bewusstsein zu erhöhen, dass weibliche Beschneidung „kein islamischer Ritus“ und zu verurteilen ist. Ägyptens Großmufti Prof. Ali Gom’a hat dazu ein Vorwort geschrieben. Wer Target bei ihrer Arbeit unterstützen will, kann das hier: http://www.target-human-rights.com/index.php


Foto: Target

Donnerstag, 10. April 2008

Testen Sie Ihr Demenz-Risiko - oder: Wie war noch die Frage?

Da hat man ein paar Minuten, und womit verplempert man sie? Die Wissenschaftsseite der Bildzeitung bietet an, in einem praktischen Ratz-Fatz-Test zu ermitteln, wie es um die eigene Hirnfunktion bestellt ist. Was jetzt - die Bildzeitung hat gar keine Wissenschaftsseite? Hat sie wohl - da steht doch auch das Horoskop. Wie dem auch sei... Ich lese vor: "Macht es Ihnen Mühe, sich an kürzlich zurückliegende Ereignisse zu erinnern?" Meine Mutter antwortet: "Woran?"...Schön, mach ich den Test eben allein. Die nächste Frage lautet: "Haben Sie Probleme, sich in einer unbekannten Umgebung zurechtzufinden?" - Das hat doch jeder oder? Sonst bräuchte man ja keine Landkarten. Frage Nummer drei: "Suchen Sie häufig im Gespräch nach dem richtigen Wort?" - Nun,... ich denke... möglicherweise... vermutlich schon... JA. Nächste Frage: "Fühlen Sie sich oft missgestimmt?" – Nun, lassen Sie uns kurz mal zwischendurch einen Blick auf das besagte Tageshoroskop werfen: "Sie sind heute etwas nervös und ungeduldig... UND VERFÜHRBAR BEIM ESSEN!" JETZT fragen Sie mich noch mal, ob ich missgestimmt bin, WENN Sie es WIRKLICH wissen wollen! Meine Mutter sagt: "Willst du noch Käsekuchen? Sonst bringe ich ihn in die Küche." Und dann noch so eine verblüffende Frage: "Müssen Sie sich zu vielen Aktivitäten zwingen?" - Ja klar muss ich das - spinnen die denn, sowas zu fragen: Staubsaugen, Steuererklärung, Sit-ups...!!! Und jetzt? 5x "Ja" angekreuzt? - Ja, NATÜRLICH hab‘ ich das. Dann bestehen laut Bild bei mir "deutliche Hinweise auf problematische Veränderungen im Hirn!" (Bild, 9.4.08 S. 14). Was bleibt einem in so einem Augenblick schon anderes übrig, als sich noch einmal dem Horoskop zuzuwenden. Was da jedoch unerklärlicherweise NICHT steht , ist: "Sie werden heute mit faulen Tomaten nach Boulevard-Journalisten werfen. Oder wutentbrannte Leserinnen-Mails verfassen." Letzteres würde ich vielleicht, wenn mir halt noch die richtigen Wörter einfallen würden…so Wörter wie… Fraugöttin, eben hatte ich es doch noch! Meine Mutter nimmt die Zeitung und sagt: "Das ist so richtig verantwortungslos, was die hier treiben." Die Chance meiner Mutter, an Demenz zu erkranken, liegt bei ca. 6 %, weil sie gerade 65 geworden ist. Wenn man 80 ist, hat man bereits ein Risiko von ca. 20%. Im Prinzip wird also fast jeder irgendwann dement – er muss nur alt genug werden. Und wir werden eben alle immer älter. Das ist alles nicht zum Lachen, oder? Vielleicht nicht. Aber dann ist es das Abdrucken so eines Tests auch nicht. Und Demenz, bittesehr, ist ja nur eine von so vielen schauerlichen Gefahren, die da draußen lauern: Zecken, Terroristen mit Sprengstoff in Shampoo-Flaschen, gierige Rentner, Sommergrippen, ehemalige 68er, Wirbelstürme, verseuchte Stechmücken… autsch! All das und noch viel mehr kann einen unvermittelt und jederzeit ereilen, bevor man noch die Kartoffelschalen in die Zeitung von gestern gewickelt hat. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Man ist verunsichert, oder man zuckt ungerührt mit den Schultern. Zuschauer und Leser zucken jedoch in der Mehrzahl nicht einfach mit den Schultern – das scheint erwiesen. Eine Dauerberieselung durch ein Medien-Panikorchester geht nicht spurlos am Publikum vorbei. Und dass dickaufgetragene Desinformationen mit handfesten Absichten verbunden sein können, ist auch nicht erst klar, seit die USA begonnen hat, ihre Bürger mit einer fünfstufigen, nationalen Terror-Gefahrenskala von Grün (low) bis Rot (severe) auf Trapp halten, um ihnen nach und nach bürgerliche Freiheiten aus den angstfeuchten Finger zu entwinden. Im Augenblick steht diese auf Gelb (elevated). Dass es unmoralisch ist, Bürger permanent unnötig zu beunruhigen und so ihre Lebensqualität zu beeinträchtigen, dürfte ebenfalls auf der Hand liegen. In diesem Sinne können wir es uns DAS HIER an dieser Stelle einfach nicht verkneifen ; ): http://www.youtube.com/watch?v=UwE8dlRnsio
Und dazu dann doch noch ein Stückchen Käsekuchen - vorausgesetzt natürlich, man erinnert sich noch, wo man ihn hingestellt hat.

Mittwoch, 2. April 2008

Zahltag: Initiative Rote Tasche

Frauen bekommen in Deutschland im Schnitt 22 Prozent weniger Gehalt als Männer - für die selbe Arbeit wohlgemerkt. Damit ist Deutschland negatives Schlusslicht in Europa - und sorgt für rote Zahlen auf weiblichen Konten - was nicht sein dürfte und geändert werden muss. Rot ist nun auch die Aktionsfarbe des ersten Equal Pay Day in Deutschland. Der BPW Germany e. V. (Business and Professional Women e. V.) ruft auf zur Teilnahme am 15. April und schlägt vor, zum Zeichen für das Anliegen, mit einer roten Tasche zur Arbeit zu gehen, oder sich vielleicht sogar zu einem Roten-Taschen-Lunch zu verabreden - mit Kolleginnen UND Kollegen. Der Verband wird mit Informationsständen in größeren Städten präsent sein - dort wird es auch die niedlichen roten Taschenanstecker geben, aus denen mit einem gerollten Geldschein eine Aktionsschleife wird. Die Anstecknadeln kann man auch im Voraus bestellen. Außerdem wird es Podiumsdiskussionen und andere Veranstaltungen geben. Ist doch ein guter Grund, sich schon mal nach einer neuen Tasche umzusehen. Nähere Informationen zum Aktionstag gibt es hier: http://www.equalpayday.de/

Foto: BPW Germany e. V.